Belize gilt wie kein anderes Land als ein Land der Freundlichkeit, der Harmonie und der Toleranz. Unzählige ethnische Gruppen leben hier friedlich miteinander, und in der kulturellen Multikulti-Atmosphäre wird eine Vielzahl an Sprachen gesprochen.

Das facettenreiche Belize

Die ältesten Nachweise von Siedlungen der alten Hochkultur der Maya wurden in Belize gefunden, und fünfzig Prozent der Fläche des gesamten Landes stehen unter Naturschutz, um die ungemein vielfältige Flora und Fauna zu erhalten. Dies sind nur einige Gründe, weshalb Belize es trotz seiner geringen Größe – das Land ist nur ungefähr so groß wie Mecklenburg-Vorpommern – Jahr für Jahr schafft, Scharen von Touristen anzulocken. Doch welche Sehenswürdigkeiten darf man in Belize unter keinen Umständen verpassen?

Der tropische Regenwald

An den alten Maya kommt man in Belize natürlich selbstverständlich nicht herum. Auch wer nur ein geringes Interesse für die Geschichte aufbringt, der darf nicht nach Belize reisen, ohne zumindest die alten Maya-Ruinen bei Orange Walk im Norden des Landes besichtigt zu haben. Hier befindet sich eingebettet in die Tiefen des tropischen Regenwaldes ein wichtiges Zeremoniezentrum der Maya, das immerhin auf eine 3000 Jahre lange Siedlungsgeschichte zurückblicken kann. Neben dem Tempel kann man hier heutzutage ein Museum besichtigen sowie die Reste zweier spanischer Kirchen – denn auch der Kolonialismus ist Bestandteil der Geschichte Belizes.

Die Maya-Kultur

Die Überreste der wahrscheinlich bedeutsamsten Siedlung der Maya allerdings befinden sich im Cayo District bei Caracol: Man nimmt an, dass hier in den Hochzeiten der Maya-Kultur wohl um die 350 000 Menschen lebten (und damit mehr als die heutige Gesamtbevölkerung Belizes groß ist). Allerdings sind die Ruinen bei Caracol heute noch nicht vollständig freigelegt, und internationale Archäologenteams arbeiten noch an den Ausgrabungen.

Die Naturschutzgebiete

Wer von der Geschichte genug hat und sich der Natur zuwenden möchte, dem sei das Waldreservat Mountain Pine Ridge ans Herz gelegt. Dieses Naturschutzgebiet liegt südlich des Western Highway und wartet mit atemberaubenden Naturlandschaften und unberührter Wildheit auf – Spuren von Zivilisationen sucht man hier vergebens. Die Hidden Valley Falls, die knapp 1000 Fuß in die Tiefe stürzen, sind sicherlich einen Besuch wert, genauso wie die Tatsache, dass in diesem Waldreservat an manchen Stellen die Möglichkeit besteht, in der Wildnis baden zu gehen.

Das Korallenriff

Zum Stichwort Baden gehen ist aber noch einiges mehr zu sagen. Vor den Ufern Belizes nämlich befindet sich nach dem Great Barrier Riff Australiens das zweitgrößte Korallenriff der Welt, auf der nördlichen Halbkugel der Erde sogar das größte. Sandinseln und Lagunen, Flussmündungen und dichte Mangrovenwälder werden hier zur Heimat von unübersichtlich vielen Fischarten und Korallen. Für Taucher ist diese Gegend ein wahres Paradies, doch auch Schnorchler und Hochseeangler kommen hier voll auf ihre Kosten. Der Wassersport wird in Belize generell großgeschrieben: Auch Windsurfen und Kajak fahren, Segeln und ein Ausflug mit dem Kanu werden hier dank der günstigen Windverhältnisse möglich. Wer das offene Wasser scheut, der kann aber auch eine Tour durch die teilweise unerforschten Höhlensysteme machen, die entlang der vielen Flüsse und Buchten Belizes zu finden sind. Aber Achtung: Die Höhlen dürfen nur im Rahmen organisierter Touren mit fachkundigen Führern besichtigt werden.

Foto: Werner Czekal- Fotolia

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