Belize – ein Land in Zentralamerika, das gerade mal so groß ist wie Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings ist es ungemein interessanter: Sumpfgebiete mit dichtem Mangrovenbewuchs, lange Karibik-Strände mit vielen Möglichkeiten zum Surfen und Tauchen.

Besonderheiten

Die Maya Mountains mit zahlreichen Flüssen und dichter tropischer Urwald locken Jahr für Jahr Tausende Touristen aus aller Welt. Belize ist ein Paradies für alle, die unberührte Natur genießen wollen oder sich nach Outdoor Aktivitäten in bezaubernder Umgebungen sehnen. Doch auch die Kultur Belizes ist ein Grund, dieses kleine, aber feine Land zu besuchen.

Kultur

Wer nach Belize reist, der begegnet einer ausgesprochen gastfreundlichen Kultur. Besucher werden hier mit offenen Armen und einem warmen Lächeln empfangen. Auch die landestypischen Speisen sind ein Grund, warum man unbedingt Belize bereisen sollte. Dank der reichen Vegetation und des günstigen Klimas wird in Belize eine Vielzahl von exotischen Früchten angebaut. So gibt es schon zum Frühstück frische Mango oder Papaya. Die Flüsse im Süden des Landes transportieren Sand, Schlich und Ton in die an die Karibik grenzende Region, sodass der Boden hier fruchtbar ist und Zitrusfrüchte und Bananen angebaut werden können. Frisch gepresste Säfte sorgen den ganzen Tag über für Erfrischung. Auch das Meer bietet einen ganzen Fundus an erlesenen Ingredienzien für wahre kulinarische Hochflüge: Langusten, ein breites Sortiment an Meeresfrüchten und Barrakuda-Filet darf kein Tourist verpassen, der Belize bereist. Das Nationalgericht allerdings ist etwas simpler: Dabei handelt es sich um mit Kokosraspeln gekochten Reis, zu dem man Huhn und Bohnen ist.

Die alten Maya

Doch wer mit einem gesunden Interesse an der Landeskultur nach Belize kommt, der kommt um die alten Maya nicht herum. Bei Orange Walk kann man die Maya-Ruinen besichtigen, eine Sehenswürdigkeit, die man unter keinen Umständen verpassen darf. Wie eine Reise in eine vergangene Zeit fühlt sich ein Besuch dieses Ortes an. Bei Ausgrabungsarbeiten und aus der Entzifferung von Glyphentexten ergab sich, dass Belize Reste der frühesten bekannten Maya-Siedlungen sein Eigen nennen darf – schon vor 4000 Jahren siedelten sie hier an. Bis heute leben ihre Nachfahren unter den Einwohner Belizes, sodass die Kultur der alten Hochzivilisation nie in Vergessenheit geriet.

Ceiba-Bäume

Die Maya bezeichnen den Ceiba-Baum als Zentrum des Universums. Er trägt den Himmel auf seinem Geäst, und von ihm geht das Leben aus. Deshalb gelten die Ceiba-Bäume auch heute noch als heilige Gewächse. Besonders faszinierend an der Kultur der Maya ist jedoch, dass sie die Zahl Null bereits in ihr Zahlensystem aufgenommen hatten – sie gelten deshalb als eine der hochentwickeltsten und intelligentesten Kulturen. Bis heute ist jedoch nicht geklärt, was die Ursache für ihren rapiden Niedergang ist.

Kulturelle Vielfalt

Doch die Maya sind nicht die einzige ethnische Gruppe in Belize. Belize ist zwar klein, doch ein Land, das wie kein anderes reich an kultureller Vielfalt ist. Die unterschiedlichsten Kulturen, Sprachen und Ethnien mischen sich hier: Kreolen, Garifuna, Spanier, Libanesen, Chinesen und Ostinder leben hier – um nur einige zu nennen. Die kulturelle Harmonie, deren fester Bestandteil religiöse Toleranz ist, führt zu einem angenehmen und friedlichen Klima von dem sich viele andere Länder, die diesen Zustand bis heute nicht erreicht haben, eine Scheibe abschneiden könnten.

Foto: Sammy – Fotolia

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